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Wie kann das Axialkugellager dauerhaft halten?
Axialkugellager sind Präzisionskomponenten und müssen daher im Einsatz besonders sorgfältig behandelt werden. Selbst bei Verwendung von Hochleistungslagern führt eine unsachgemäße Anwendung dazu, dass die erwartete Leistung nicht erreicht wird und es leicht zu Lagerschäden kommen kann.
Die Montage- und Demontagemethoden für Axialkugellager sind entsprechend der Lagerkonstruktion, der Größe und den Passungseigenschaften der Lagerkomponenten festzulegen. Der Druck bei der Montage und Demontage muss direkt auf die Stirnflächen der presssitzenden Halteringe ausgeübt werden und darf nicht über die Wälzkörper übertragen werden, da dies Eindrücke auf den Arbeitsflächen des Lagers verursacht, dessen normalen Betrieb beeinträchtigt und sogar Beschädigung bewirken kann. Teile wie Lagerkäfig, Dichtung und Deckscheibe sind anfällig für Verformungen, daher darf bei der Montage oder Demontage kein Druck auf diese Teile ausgeübt werden.

(1) Wenn der Innenring fest auf der Welle sitzt und der Außenring lose im Gehäuse sitzt, kann das Lager zunächst mit einer Presse auf die Welle gepresst werden, und anschließend wird die Welle zusammen mit dem Lager in das Gehäuse eingebaut. Während des Einpressens muss eine Montagehülse aus weichem Metall (Kupfer oder Weichstahl) auf die Stirnfläche des Axialkugellagers aufgesetzt werden. Der Innendurchmesser der Montagehülse muss geringfügig größer sein als der Durchmesser des Wellenzapfens, der Außendurchmesser muss kleiner sein als der Borddurchmesser des Lagerinnenrings, um das Aufpressen auf den Käfig zu vermeiden. Zur Erleichterung der Montage kann an der Hülse ein Griff angebracht werden.
Bei der Montage von Axialkugellagern müssen die Mittellinien der Lagerbohrung und der Welle fluchten. Ein schräg zur Welle stehendes Lager erschwert nicht nur die Montage, sondern verursacht auch Eindrücke, Verbiegen des Wellenzapfens und sogar Bruch des Lagerinnenrings. An Orten, an denen keine Presse verfügbar ist oder nicht verwendet werden kann, kann das Lager mit einer Montagehülse und einem Hammer montiert werden. Die Schlagkraft muss gleichmäßig über den gesamten Umfang der Stirnfläche des Lagerrings übertragen werden, daher muss die Stirnfläche der Montagehülse, auf die der Hammer auftrifft, sphärisch geformt sein.

(2) Wenn der Außenring des Lagers eine Presspassung mit der Gehäusebohrung und der Innenring eine Spielpassung mit der Welle aufweist, kann das Lager zunächst in das Gehäuse eingepresst werden; dabei muss der Außendurchmesser der Montagehülse geringfügig kleiner sein als der Durchmesser der Gehäusebohrung.
(3) Wenn sowohl der Innenring des Lagers und die Welle als auch der Außenring und die Gehäusebohrung Presspassung haben, muss die Stirnfläche der Montagehülse als Ring ausgebildet sein, der die Stirnflächen des inneren und äußeren Lagerrings gleichzeitig andrücken kann, oder es müssen eine Scheibe und eine Montagehülse verwendet werden, um den Druck gleichzeitig auf den inneren und äußeren Ring zu übertragen und das Lager auf die Welle und in das Gehäuse zu pressen. Diese Montageart eignet sich besonders für den Einbau von selbstausrichtenden Pendelkugellagern.

(4) Montage durch Erwärmung: Die für den Einbau eines Axialkugellagers erforderliche Kraft hängt von der Lagergröße und dem Ausmaß der Presspassung ab. Bei mittleren und großen Lagern mit großer Presspassung wird üblicherweise die Heißmontage angewendet. Vor der Heißmontage sind das Lager oder die trennbaren Lagerringe im Öltank oder speziellen Heizgerät gleichmäßig auf 80–100 °C (maximal 100 °C) zu erwärmen. Nachdem das Lager aus dem Heizöltank oder dem Heizgerät entnommen wurde, sind Ölflecken und Anhaftungen auf der Lagerfläche unverzüglich mit einem sauberen Tuch (Baumwollgarn ist nicht zulässig) abzuwischen; anschließend ist es vor die Passfläche zu setzen und bis an die Wellenschulter zu schieben. Während der Abkühlung muss das Lager fest angedrückt bleiben oder durch die Montagehülse mit einem Hammer leicht geklopft werden, damit es dicht sitzt. Das Lager ist während des Einbaus leicht zu drehen, um eine schräge Montage oder ein Festfressen zu verhindern.
Wenn der Außenring des Axialkugellagers eine Presspassung mit der Gehäusebohrung aufweist, kann das Gehäuse vor dem Einbau des Lagers ebenfalls erwärmt werden. Insbesondere bei Lagergehäusen aus Leichtmetallen können bei Presspassungen die Passflächen durch das Einpressen des Lageraußenrings beschädigt werden; in diesem Fall ist das Lagergehäuse zu erwärmen.